
Ein Badezuber bringt Entspannung, warmes Wasser und jede Menge gemütliche Stunden in den eigenen Garten. Bevor Sie jedoch das erste Mal einsteigen und den Alltag draußen lassen können, braucht der Badezuber etwas ziemlich Unromantisches: ein vernünftiges Fundament.
Und genau hier lohnt es sich, sorgfältig zu arbeiten. Schließlich wiegt ein gefüllter Badezuber inklusive Wasser und Personen schnell eine ganze Menge. Ein schlecht vorbereiteter Untergrund kann dazu führen, dass sich der Badezuber absenkt, schief steht oder einzelne Bereiche unnötig belastet werden.
Die gute Nachricht: Ein geeignetes Fundament für einen Badezuber ist kein Hexenwerk. Wer Untergrund, Entwässerung und Tragfähigkeit von Anfang an richtig plant, erspart sich später viel Arbeit – und möglicherweise auch einige weniger entspannte Wochenenden mit Schaufel und Wasserwaage.
Ein stabiler und ebener Untergrund verteilt das Gewicht des Badezubers gleichmäßig und sorgt dafür, dass er sicher steht.
Dabei spielt es keine große Rolle, ob Sie sich für einen klassischen Holz-Badezuber, einen Badezuber mit Glasfaser- oder Acryleinsatz oder ein Kaltwasserbecken entscheiden: Der Untergrund muss für das Gesamtgewicht des gefüllten Beckens ausgelegt sein.
Ein richtig vorbereitetes Fundament bietet gleich mehrere Vorteile:
Kurz gesagt: Oben Wellness, unten solide Arbeit.
Bevor Schotter bestellt oder die erste Schaufel Erde bewegt wird, sollte zunächst der richtige Standort feststehen.
Wählen Sie möglichst eine ebene und gut zugängliche Fläche. Denken Sie dabei nicht nur daran, wie Sie später zum Badezuber gelangen, sondern auch daran, wie der Badezuber überhaupt an seinen Platz kommt.
Je nach Modell kann dafür ausreichend Platz für die Anlieferung oder sogar ein Kran erforderlich sein.
Planen Sie außerdem frühzeitig:
Und noch ein kleiner Praxistipp: Ein Badezuber 50 Meter vom Haus entfernt sieht auf der Gartenplanung vielleicht romantisch aus. Im Bademantel bei Minusgraden bekommt das Wort „romantisch“ allerdings schnell eine neue Bedeutung.
Ist der Standort gewählt, beginnt die eigentliche Vorbereitung.
Zunächst wird die obere, weiche Bodenschicht entfernt. Wie tief ausgehoben werden muss, hängt von den örtlichen Bodenverhältnissen und der geplanten Fundamentart ab.
Anschließend kann Geotextil verlegt werden. Es hilft dabei, die Tragschicht vom darunterliegenden Boden zu trennen und unerwünschten Pflanzenwuchs einzudämmen.
Darauf folgt eine geeignete Schicht aus Schotter oder anderem tragfähigem Mineralgemisch.
Entscheidend ist jetzt ein Schritt, den man aus Ungeduld gern etwas zu schnell erledigt:
gründlich verdichten.
Eine schöne, gerade Schotterschicht bringt wenig, wenn sie sich unter mehreren Tonnen Gewicht anschließend unterschiedlich stark setzt.
Der Untergrund sollte deshalb tragfähig, eben und sorgfältig verdichtet werden.
Es gibt nicht das eine perfekte Fundament für jeden Badezuber. Welche Lösung geeignet ist, hängt unter anderem von Modell, Gesamtgewicht, Bodenbeschaffenheit und Standort ab.
Ein fachgerecht vorbereitetes und verdichtetes Schotterbett kann für bestimmte Badezuber eine einfache und wirtschaftliche Lösung sein.
Ein großer Vorteil ist die gute Wasserdurchlässigkeit. Gleichzeitig muss die Fläche sauber nivelliert und ausreichend tragfähig ausgeführt werden.
Einfach ein paar Säcke Kies auf den Rasen zu schütten zählt übrigens nicht als Schotterfundament. Netter Versuch – aber nein.
Auch eine gepflasterte Fläche eignet sich sehr gut für viele Badezuber.
Sie sieht ordentlich aus, lässt sich gut reinigen und bietet bei fachgerechtem Unterbau eine stabile Standfläche. Gleichzeitig kann Wasser über entsprechend geplante Fugen und Gefälle abgeleitet werden.
Eine Betonplatte bietet eine besonders stabile und dauerhaft ebene Grundlage. Sie kommt insbesondere bei schweren Badezubern oder anspruchsvollen Installationen infrage.
Dabei müssen Tragfähigkeit, Aufbau und Entwässerung richtig geplant werden. Auf einer geschlossenen Betonfläche sollte Wasser nicht direkt unter dem Badezuber stehen bleiben können.
Ein Badezuber auf einer Holzterrasse kann fantastisch aussehen – vorausgesetzt, die Unterkonstruktion ist dafür ausgelegt.
Ein gefüllter Badezuber kann zusammen mit den badenden Personen mehrere Tonnen wiegen. Eine vorhandene Terrasse sollte deshalb nicht automatisch als ausreichend tragfähig angesehen werden.
Im Zweifelsfall sollte die Tragfähigkeit von einem Fachmann geprüft werden.
Bei einem Holz-Badezuber spielt neben der Tragfähigkeit noch ein weiterer Punkt eine wichtige Rolle: die Luftzirkulation.
Die Holzkonstruktion sollte nicht dauerhaft auf einem feuchten, vollständig abgeschlossenen Untergrund stehen.
Unter dem Badezuber sollte daher eine ausreichende Belüftung und Entwässerung gewährleistet sein. So kann Feuchtigkeit besser entweichen und das Holz trocknen.
Dauerhafte Feuchtigkeit und Holz sind nämlich keine besonders glückliche Beziehung.
Wo gebadet wird, landet früher oder später Wasser außerhalb des Badezubers. Das lässt sich nicht verhindern – und muss es auch nicht.
Wichtig ist nur, dass dieses Wasser kontrolliert abfließen kann.
Bei einem wasserdurchlässigen Schotteruntergrund kann ein Teil des Wassers direkt versickern, sofern die örtlichen Bodenverhältnisse dafür geeignet sind.
Bei Pflaster- oder Betonflächen sollte dagegen ein entsprechendes Gefälle beziehungsweise eine geeignete Entwässerungsmöglichkeit vorgesehen werden.
Denken Sie außerdem an das vollständige Entleeren des Badezubers. Je nach Fassungsvermögen handelt es sich dabei um eine beträchtliche Wassermenge, für die eine geeignete Ableitung vorhanden sein sollte.
Solange der Bereich ohnehin vorbereitet wird, lohnt es sich, gleich an die technische Ausstattung zu denken.
Je nach Badezuber können später beispielsweise folgende Komponenten benötigt werden:
Benötigte Leitungen und Anschlüsse sollten deshalb möglichst bereits bei der Fundamentplanung berücksichtigt werden.
Das Gleiche gilt für einen Wasseranschluss und einen geeigneten Ablauf.
Denn frisch verlegte Pflastersteine wieder herauszunehmen, weil plötzlich irgendwo ein Stromkabel fehlt, ist ungefähr so erfreulich, wie nach dem Einsteigen festzustellen, dass niemand den Badezuber aufgeheizt hat.
Wer seinen Badezuber langfristig komfortabel nutzen möchte, kann bereits beim Bau des Fundaments die spätere Umgebung berücksichtigen.
Vielleicht soll irgendwann eine Pergola oder Überdachung hinzukommen. Vielleicht wünschen Sie sich eine kleine Terrasse, Treppen, Sichtschutz oder einen Bereich für Handtücher und Brennholz.
Solche Dinge lassen sich deutlich einfacher planen, bevor der Badezuber an seinem endgültigen Platz steht.
Einige Probleme sehen wir immer wieder – und die meisten lassen sich mit guter Vorbereitung vermeiden.
Nicht ausreichend verdichteter Untergrund:
Der Boden setzt sich später und der Badezuber kann schief stehen.
Fehlende Entwässerung:
Regen- und Spritzwasser sammelt sich rund um oder unter dem Badezuber.
Unzureichende Tragfähigkeit:
Besonders bei Terrassen und erhöhten Konstruktionen wird das Gewicht eines gefüllten Badezubers schnell unterschätzt.
Keine Belüftung unter Holzkonstruktionen:
Feuchtigkeit kann nicht ausreichend entweichen.
Strom und Wasser vergessen:
Der Badezuber steht perfekt – und anschließend stellt jemand fest, dass für Massage, Filter oder Beleuchtung noch Leitungen verlegt werden müssen. Autsch.
Das Fundament gehört sicherlich nicht zu den spektakulärsten Teilen eines neuen Badezubers. Niemand lädt seine Freunde am Wochenende ein, um gemeinsam die hervorragende Verdichtung der Tragschicht zu bewundern.
Trotzdem entscheidet genau dieser unsichtbare Teil darüber, wie sicher und problemlos der Badezuber später genutzt werden kann.
Eine stabile, ebene und ausreichend tragfähige Fläche, eine funktionierende Entwässerung sowie frühzeitig geplante Wasser- und Stromanschlüsse schaffen die besten Voraussetzungen für viele entspannte Jahre mit Ihrem Badezuber.
Und dann kommt endlich der angenehmere Teil: Wasser rein, Ofen an und entspannen.
Sie planen gerade Ihren eigenen Wellnessbereich im Garten? Dann entdecken Sie unsere verschiedenen Badezuber und finden Sie das passende Modell für Ihren Standort und Ihre Wünsche.
